Deeskalation in der Schule. Konfliktprävention an steirischen Schulen

LBZ - Beratungszentrum

für PädagogInnen Steiermark

Supervision, Mediation und Beratung sind Wege aus der emotionalen Sackgasse. Die jüngste Eskalation an einer Grazer Berufsschule beweist, dass Psychohygiene an Schulen so notwendig ist wie das tägliche Ein-Mal-Eins. Der Verein LBZ hat sich mit einem innovativen Ansatz als Partner der Konfliktlösung an steirischen Schulen etabliert.

 „Brennpunkt Schule“, „Österreichs Bildungssystem in der Krise“, „Eskalation im Klassenzimmer“ – derzeit dominieren alarmierende Schlagzeilen, die auf einen dringenden Handlungsbedarf im Bildungssystem hinweisen. Seinen aktuellen Höhenpunkt erreichten die Negativmeldungen in der vergangenen Woche in der Berichterstattung über einen Polizeieinsatz an einer Grazer Schule (Kleine Zeitung, „Eskalation in Berufsschule“ vom 8. Februar 2020). Dieser Fall macht aber auch deutlich, dass jede Eskalation eine Vorgeschichte hat.

 Spezialist für diese „Vorgeschichten“ ist das Beratungszentrum für PädagogenInnen Steiermark, kurz LBZ, in Graz. Das LBZ ist ein unabhängiger Verein, der steiermarkweit Pädagoginnen und Pädagogen professionell begleitet und in zumeist schwierigen Situationen berät. Die BeraterInnen des LBZ sind selbst pädagogisch tätig und haben spezialisierte Ausbildungen in Supervision, Psychotherapie, Psychologie, Mediation, Coaching, Lebens- und Sozialberatung oder Kommunikations- und Konfliktberatung. Nach dem Leitsatz „Deeskalation macht Schule“ kommen die erfahrenen PädagogInnen direkt in die Schule und beraten Lehrerinnen und Lehrer lösungsorientiert und vertraulich. Damit gelingt es, Konflikten frühzeitig zu begegnen und Eskalationen zu vermeiden. Denn psychisch belastende Situationen und Konflikte an steirischen Schulen – so die Beobachtung des LBZ – nehmen seit Jahren zu. Eine Entwicklung, mit denen die personelle und finanzielle Ausstattung des LBZ nicht Schritt halten kann. Daher fordert der Verein mehr Ressourcen für die Betreuung und Begleitung von Pädagoginnen zur Konflikt-Prävention.

„Anders als im Sozial- und Gesundheitsbereich müssen im Bildungsbereich psychohygienische Angebote von den Schulen und Lehrer/innen eigenständig organisiert werden“, so Ursula Walch, Geschäftsführerin des LBZ. „Die Erfahrungen des LBZ zeigen, dass es im schulischen Bereich sehr wohl möglich ist, eine Kultur des Dialogs zu etablieren, Konflikte mit professioneller, externer Unterstützung durchzuarbeiten und damit Eskalationen zu verhindern. Unser Ansatz, dass psychologisch geschulte Pädagogen/innen andere Pädagogen/innen durch Krisen begleiten und damit eine stabile Basis für Lösungen und nachhaltige Veränderungen erreichen, hat sich sehr bewährt. Angesichts der zunehmenden Zahl der Fälle stoßen wir aber immer öfter an unsere Grenzen.“ Der Vorfall der vergangenen Woche beweist, dass neben psychologischer und sozialarbeiterischer Unterstützung für Schülerinnen und Schüler vor allem Unterstützungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Schulleiterinnen und Schulleiter dringend ausgebaut werden müssen.  

  

Weitere Infos und Rückfragen unter:

Ursula Walch, Geschäftsführerin

LBZ  - Beratungszentrum für PädagogInnen

Ägydigasse 12/2, 8020 Graz

www.lbz-stmk.at

Tel. 0316/71 73 94

 

Supervision, Mediation und Beratung sind Wege aus der emotionalen Sackgasse. Die jüngste Eskalation an einer Grazer Berufsschule beweist, dass Psychohygiene an Schulen so notwendig ist wie das tägliche Ein-Mal-Eins. Der Verein LBZ hat sich mit einem innovativen Ansatz als Partner der Konfliktlösung an steirischen Schulen etabliert.